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Wohnraumgifte
Krank ohne Grund
 
 
 
 
Einleitung Wohnraumgifte:
 
Immer mehr Menschen klagen in ihren Wohnräumen über gesundheitliche Beschwerden, deren Ursache meist nicht bekannt ist. Die Beeinträchtigungen reichen hierbei von der einfachen Geruchsbelästigung bis zur gesundheitlichen Gefährdung. Die Verwendung neuartiger Baustoffe und Renovierungsmaterialien, Kosmetikartikel, Haushaltschemikalien, Holzschutzmittel und Insektensprays führt dazu, dass in der Innenraumluft besonders bei organischen Verbindungen, Partikeln und Fasern kritische Konzentrationen auftreten, die weit über denen der Aussenluft liegen. Hinzu kommt, dass viele Gebäude seit den siebziger Jahren im Zuge von Energiesparmassnahmen luftdicht erstellt oder bestehende Gebäude luftdicht eingepackt werden. Je nach Situation treten in solchen Gebäuden, durch die verminderte Luftwechselrate besonders hohe Konzentrationen an Schadstoffen auf und seit dieser Zeit nehmen gebäudebedingte Krankheiten stetig zu. Wohnraumgifte sind aber nicht nur eine Erscheinung der Neuzeit, arsenhaltige Farben oder Bleirohre zur Trinkwasserversorgung, haben schon im römischen Reich Teile der Bevölkerung vergiftet.
 
 
Gebäudebedingte Krankheitsbilder:
 
SICK-BUILDING-SYNDROM (SBS):
Anfang der siebziger Jahren wurden zunehmend gesundheitliche Probleme bei Menschen festgestellt, die vorwiegend in Büros arbeiteten. Dafür wurde der Begriff SBS eingeführt, in dieser Zeit wurde schnell klar, dass auch Wohnräume zu SBS führen können. Unter SBS werden Erkrankungen wie Allergien und eine Vielzahl an komplexen und unspezifischen Symptomen, hervorgerufen durch Innenraumschadstoffe, zusammengefasst.
 
MULTIPLE-CHEMICAL-SENSITIVITY (MCS):
In letzter Zeit werden zunehmend schwer diagnostizierbare Krankheitsbilder beobachtet, die im Zusammenhang mit Wohnraumgiften stehen. Bei MCS handelt es sich um eine komplexe Sensibilisierung von Menschen gegen einer Vielzahl von unterschiedlichsten Chemikalien, die sich in einer allgemeinen Chemikalienunverträglichkeit ausdrückt.
 
 
Chemische Schadstoffe im Überfluss:
 
Es gibt über 100000 chemische Stoffe und mehr als eine Million chemischer Verbindungen. Zusätzlich kommen jährlich ca. 5000 neue Stoffe auf den Markt. Viele dieser chemischen Stoffe gelangen versteckt in Farben, Klebern, Kunststoffen, Schäumen, Möbeln, Einrichtungen, Spanplatten, Holzbehandlungen etc. oder mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel in unsere Wohnungen. Dabei ist über die Wirkung der meisten Stoffe gegenüber Mensch und Umwelt noch wenig bekannt und wie verschiedene Stoffe in Kombination bewertet werden sollen, ist noch eine ungelöste Aufgabe. So wurde beobachtet, dass bei der gleichzeitigen Einwirkung von unterschiedlichen Schadstoffen toxische Wirkungen in Konzentrationsbereichen hervorgerufen wurden, bei denen einzelne Stoffe selbst keine Wirkung gezeigt haben.
 
 
Quellen und Übersicht der wichtigsten Schadstoffgruppen:
 
Für Innenraumbelastungen ist nicht nur die chemische Industrie verantwortlich, weitere Einflussfaktoren sind Fasern und Feinstäube, Mikroorganismen (Schimmelpilze und Hausstaubmilben), Radioaktivität, Aktivitäten der Bewohner, so wie die Qualität der Aussenluft. Die verschiedenen Wohnraumgifte können grob in fünf Gruppen eingeteilt werden.
 
FLÜCHTIGE ORGANISCHE VERBINDUNGEN VOC (Volatile Organic Compounds):
VOC ist ein Sammelbegriff und umfasst alle messbaren flüchtigen organischen Verbindungen. VOC's stammen meist aus Lösemitteln und treten aus Farben, Möbel, Teppiche, Bodenbeläge, Baustoffe, Kleber, Reinigungsmittel, Kosmetika usw. Sie verflüchtigen sich meist innerhalb einiger Wochen bis Monate.
 
SCHWERFLÜCHTIGE ORGANISCHE VERBINDUNGEN:
Die schwerflüchtigen organischen Verbindungen gehören ebenfalls zu den VOC's, haben aber andere Eigenschaften und verflüchtigen sich erst nach Jahren bis Jahrzehnte. Deshalb kommen schwerflüchtigen organischen Verbindungen im Innenraum eine besondere Bedeutung zu. Einige dieser Verbindungen werden heute nicht mehr verwendet, sind aber immer noch in alten Holz- und Korrosionsschutzfarben, Fugendichtungsmaterial, Kondensatoren von Leuchtstoffröhren und Klebemittel mit Teer oder Teerölen, vorhanden.
 
FASERN UND PARTIKEL:
Fasern und Partikel sind Bestandteile im Schwebestaub und dessen Ablagerungen. In dieser Gruppe stellen lungengängige Asbestfasern, die über Jahrzehnte in unzähligen Produkten eingesetzt wurden, die grösste Gefahr dar. Bei Renovationsarbeiten älterer Häuser wird oft unwissentlich Asbest freigesetzt, der sich dann in hohen Konzentrationen im Hausstaub wiederfindet. Die künstlichen mineralischen Fasern (KMF), die heute viele Asbestprodukte ersetzt haben, stehen unter Verdacht ähnliche Eigenschaften wie Asbest zu besitzten. Leider werden die Verdachtsmomente aus wirtschaftlichen Gründen ignoriert und riesige Mengen an KMF in Form von Glas- und Steinwolle zu Isolationszwecken verbaut. Die Kleinstpartikel im Hausstaub können je nach Art und Grösse ganz unterschiedliche Lungenkrankheiten verursachen. An Staubpartikel binden sich auch die oben beschriebenen schwerflüchtigen organischen Verbindungen, die dann zusammen mit den Staubpartikeln eingeatmet werden und eine zusätzliche Belastung darstellen.
 
MIKROORGANISMEN:
Nebst Vieren und Bakterien, die in Wohnräumen eine geringe Bedeutung haben, sind in diesem Bereich hauptsächlich Schimmelpilze und Hausstaubmilben für gesundheitliche Beschwerden verantwortlich. Dieser Thematik kommt im Zusammenhang mit Lungenkrankheiten und Allergien besonderer Bedeutung zu und wird in den Seiten Schimmelpilze und Hausstaubmilben ausführlich beschrieben.
 
RADON:
Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, ein Zerfallsprodukt der natürlichen radioaktiven Stoffe Uran und Thorium die über verschiedene Zwischenstufen zu Radium und schliesslich zu Blei zerfallen. Das Radon nimmt in dieser Zerfallsreihe eine Sonderstellung ein, weil es als Gas aus Boden- und Gesteinsschichten austreten kann. In der Aussenluft sind Radonkonzentrationen äusserst gering, Radongas kann jedoch durch undichte Kellermauern und Böden in Häuser eindringen und dort gefährlich hohe Konzentrationen bilden. Radon ist in unserer Gesellschaft nebst dem Rauchen einer der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs.
 
 
Wohnraumgifte erkennen, vermeiden und sanieren:
  
Es gibt viele Möglichkeiten gesundheitliche Risiken durch Wohnraumgifte zu reduzieren. Durch eine gründliche Bestandsaufnahme eines Baubiologen oder Umweltanalytikers können schon in der Planungsphase von Bauvorhaben, Renovierung und Einrichtung, Weichen im Sinne der Vermeidung und Vorsorge gestellt werden. Auch bei bestehenden Gebäuden ist eine Bestandsaufnahme aller wichtigen Einflussfaktoren die Grundlage zur Beurteilung möglicher Wohnraumgifte. Erst nach einer vorgängigen Hausuntersuchung kann mit gezielter Innenraumschadstoffanalytik mittels Raumluftuntersuchung durch Probeentnahmeröhrchen oder Passivsammler und Hausstaubanalysen, zu erschwinglichen Kosten Innenraumbelastungen aufgedeckt werden.
 
Mit einem kritischen Konsumverhalten und regelmässigem Lüften, können eine ganze Reihe von Wohnraumgifte vermieden oder reduziert werden:
 
·  Öffnen Sie drei bis vier mal täglich sämtliche Fenster für ca. fünf bis zehn Minuten, besonders ausgiebig vor
   der Nachtruhe. Je nach Aktivitäten wie Hobby- und Malerarbeiten oder Staubsaugen, besteht ein erhöhter
   Lüftungsbedarf. Durch richtiges Lüften geht wenig Energie verloren, werden viele Wohnraumgifte
   abtransportiert und die Wände, Decken und Böden kühlen kaum aus.
 
·  Achten Sie beim Kauf von Reinigungs- und Pflegemittel auf umweltfreundliche und giftklassenfreie Produkte.
   Nur ein kleiner Teil der im Handel angebotenen Reinigungsmittel ist wirklich notwendig. Praktisch alle
   haushaltsüblichen Reinigungsvorgänge lassen sich mit Schmierseife, Putzessig, Spiritus, Kreidepulver und ein
   paar Tropfen ätherischer Öle auf preiswerte und umweltschonende Weise erledigen. 
 
·  Benutzen Sie keine Haushaltspestizide wie Insektenvertilgungsmittel auch Verdampferplättchen, pilztötende
   und antibakterielle Mittel. Besonders Holzschutzmittel sind im Innenraum unnötig, da die Luftfeuchtigkeit
   normalerweise nicht für einen Befall mit Schimmelpilzen oder Insekten ausreicht. Fliegengitter, Moskitonetze
   und Insektenfallen auf Feromonbasis sind sehr effektive Methoden um lästige Quälgeister los zu werden.
   Bei schwerem Schädlingsbefall sollte ein geprüfter Schädlingsbekämpfer zu Rate gezogen werden.
   Dieser kann die Ursachen des Befalls beheben und falls nötig Pestizide in entsprechender Dosis gezielt
   einsetzen.
 
·  Besondere Vorsicht gilt bei Renovations- und Umbauarbeiten, hier kann einiges an künftigen Wohnraumgiften
   vermieden werden. Planen Sie kritisch, mit welchen Materialien Sie eine optimale Wohnumgebung für sich
   gestalten wollen. Erkundigen Sie sich nach schadstoffarmen Baustoffen, Farben und Inneneinrichtungen.
   Es geht schliesslich um Ihr  Wohlbefinden für viele Jahre. Lassen Sie vor Abbruch- und Schleifarbeiten die
   Baukonstruktion auf mögliche Wohnraumgifte überprüfen. Bei solchen Bauarbeiten werden oft unwissentlich
   grosse Mengen an Asbestfasern, schwerflüchtigen organischen Verbindungen und Schimmelpilzsporen
   freigesetzt, die dann den künftigen Wohnraum kontaminieren. Die Sanierung solcher Schadstoffe gehört in die
   Hände spezialisierter Firmen. Nur diese haben die Mittel und das Wissen, um eine Gesundheitsgefährdung und
   Umweltbelastung zu verhindern.
                                                                                                                                                                                                           
 
 
 
   BioHome - Thomas Schweizer
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